nach 7 Jahren Langzeittest zum mitmach-projekt mit Co-Moderation & Co-Working

Heute, fast genau vor sieben Jahren, habe ich diesen Blog installiert. Ich habe das damals gemacht, weil ich gelesen hatte, dass WordPress ein CMS sei, das für SEO geeignet ist.
Diese Aussage war damals natürlich  schon richtig. Heute auch.
…so richtig wie „Frau Merkel ist als Bundeskanzlerin geeignet“, oder „Spanien ist als Urlaubsland geeignet“, oder „Aldi ist für eine ausgewogene Ernährung geeignet“. Alles richtig!
Aussagen die richtig sind, finde ich immer super. Die hören sich immer gut an. Manchmal helfen die aber in der Sache nicht weiter. (..es sei denn man ist bei meischberger oder anne will eingeladen und soll dort das gespräch weiterbringen.)

 

Logischerweise habe ich mich damals auf den Weg gemacht und WordPress als Core installiert um die drei klassischen WP-Probleme SEARCH, PERFORMANCE und SECURITY, die wordpress immer zugeschrieben werden, zu testen und einen langen Zeitraum zu messen und _selbst_ zu analysieren.
So ist mir heute nun klar: Ja, es gibt tatsächlich einen relevanten Handlungsbedarf an dem WordPressCore.
Warum ist das so?
WordPress kann von Hause aus auch diese drei Dinge „SPS irgendwie, ist aber seit vielen Jahren „featureDriven“.  Es ist kein CMS-System, das für eine gewisse Zielsetzung oder einen gewissen Einsatzbereich – nennen wir das mal Kundenkontext – erstellt wurde, sondern es sollte immer „alles können“.  Und „das dann jedes Release auch noch zusätzlich“…
…irgendwie hat das auch richtig gut geklappt.
Und so wird natürlich auch so richtig viel und immer mehr in den WordPressCore eingebaut. Viel in Software einbauen macht die Software schwerfällig („stale“) und langsam. Immer!
Einer der SEO-Tiefpunkte, die aus der Strategie „featuredriven“ entstanden ist. Aus Sicht technisches Onpage SEO gibt es nur Ärger mit den Smilies, den Emoji Scripten und HtmlSourcen. Die alten Smilies sind zum Teil kaputt. Emoji liefert nun aus dem Core(!) Scripte egal, ob man sie braucht oder nicht. Requestpipeline auf HTML steigt in dem Roundtrip um 8-12%.
Allein aus Performancegründen ist das nicht wirklich sinnvoll. David Keulert bringt den Zusammenhang schön auf den Punkt:
…. einige Entscheidungen sind einfach höchst kontrovers und manchmal schlichtweg schwachsinnig. Wie die neuste Idee mit der Emoji-Unterstützung. Kein Schwein benutzt sie wirklich, kein Mensch auf dieser Welt braucht sie wirklich und dennoch gehören die Emojis seit WordPress 4.2 zum Core von WordPress. Das Wiederum ist ein Problem für mich, weil sie von Haus aus nicht deaktivierbar sind und somit auch direkten Einfluss auf die Performance von WordPress haben. Würde irgendwer die Emojis wirklich haben wollen, wäre das okay und ich könnte damit leben, aber es ist einfach eine überflüssige Spielerei mit über 100 Zeilen zusätzlichem Code. Seit WordPress 4.2 wird nämlich fleißig das wp-emoji-release.min.js in den Header eingebunden und zwar vollautomatisch und ohne die Möglichkeit das ganze zu deaktivieren…Zitat: David
Inzwischen bin ich schon einige wichtige Schritte auf dem Weg vom WP-CORE zum WP-XXX gegangen. (diese Emoji-Implementierung ist auch restlos entfernt
Am letzten Wochende habe ich die automatische Konfigurationsskripte in einen Status V1.0 fertig gestellt. Durch diese präzise Wiederholbarkeit und  die kontinuierliche Wartbarkeit können wir den „Standard WordPress Core“ nachhaltig und Schritt für Schritt durch sinnvolle Anpassungen („gute Additive“) zu einer Melange aus Durban & WordPress in Richtung „WP-XXXXX“ entwickeln. Das bedeutet: Continuous Delivery ist sichergestellt.
Im IM NÄCHSTEN SCHRITT brauche ich eine Plattform an der regelmäßig contentarbeit gemacht wird, so dass die Veränderungen messbar und nachvollziehbar werden. Denn ohne regelmäßige Contentarbeit macht eine technische SEO Analyse – und natürlich die entsprechende Programmierung auf unseren Kundenkontext -wenig Sinn.
 Soweit sogut:
Eine meiner „NebenIdeen“ beim Einrichten des WordPress-Systems vor sieben Jahren war, ein paar relevante Allgemeinheiten in einem Blog zusammenzuhalten und sich durch Niederschriften in einem Blog an solche zu erinnern.
Im nächsten Schritt ändert sich das. Es geht nun darum, relevanten („echten“) Content zu erstellen. Dieser soll authentisch sein, also aus Spaß an der Sache selbst entstanden sein.
 So habe ich gerade alle Posts gelöscht, die heute nicht mehr passen und die Registrierung für alle Benutzer freigeschaltet…
Jeder der Lust hat „mitzumachen“ kann sich hier registrieren
Und was dann?
Thematisch und Inhaltlich gibt es keine Bedingungen.
Vielleicht am Start 3 Rahmenbedingungen
  1. Der content muss echt sein und von Dir kommen. (was Du schreibst muss für dich relevant sein / dich interessieren)
  2. es soll also – bis auf das aufschreiben in dem Blog – keine Arbeit machen Inhalte  „zu suchen“ / „zu erarbeiten“
  3. das regelmäßig etwas kommt. (man sich also ernsthaft bemüht mitzuarbeiten)

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